Sonntag, 28. März 2010

Straßenbahn-Schaffnerinnen 1915 - Dresden-Postkarte KW 12/10

Heute wieder neu die "Dresden-Postkarte der Woche":

Im Jahr 1838 wurde in Dresden mit einer ersten Pferdeomnibus-Linie ein Vorläufer des öffentlichen Personenverkehrs eingerichtet. In den folgenden Jahren wurde dieses Netz weiter ausgebaut und verband auch nähere Vororte. Im Jahr 1872 wurde dann die erste Straßenbahnlinie eröffnet. Das Prinzip der Pferdestraßenbahn ersetzte nach und nach den Pferdeomnibus, dessen letzte beiden Linien 1899 eingestellt wurden.

Dresden-Postkarte Kalenderwoche 12/10


Dresdner Straßenbahn-Schaffnerinnen am 01. Mai 1915, Verlag: Joh. Leonhardt, Privatbesitz

Die erste 1872 eingerichtete Straßenbahnstrecke führte vom Pirnaischen Platz zum wohlhabenden Vorort Blasewitz. Den Zuschlag für diese Straßenbahnstrecke bekam die Continental-Pferdeeisenbahn-AG. Bis 1873 wurde die Strecke bis Plauen verlängert. Nach dieser ersten Linie wurden aber nur zögerlich Pferdeomnibus-Linien ersetzt. Erst 1880 wurden weitere Strecken gebaut. 1879 übernahm die Tramways Company of Germany Limited mit Sitz in London diese Linie und setzt sich in Folge für einen weiteren Ausbau zu einem Straßenbahnnetz ein.

Die erste neue Strecke führte vom Postplatz nach Plauen. 1893 wurde mit der Strecke von Blasewitz über Tolkewitz nach Laubegast die erste elektrische Straßenbahnlinie möglich. Diese verband dabei nur Vororte, die damals alle noch nicht zu Dresden gehörten. Auch für die bis dahin schon bestehenden Strecken wurden separate Verträge mit den selbstständigen Gemeinden ausgehandelt, die Investitionen anscheinend einfacher möglich machten.

Am 30. Dezember 1905 übernahm die Stadt Dresden beide Gesellschaften, sicherlich auf Grund des undurchgängigen Netzes. Sie führte einen einheitlichen Fuhrpark ein und sorgte für ein einheitliches Linienkonzept. Ab 1906 übernahm die Städtische Straßenbahn die Betriebsführung auf der meterspurigen, nur dem Güterverkehr dienenden Güterbahn Deuben. Mehr Informationen zur Dresdner Straßenbahngeschichte...

Wer keine Postkarte verpassen möchte, abonniert einfach meinen Blog über diese Links: Dapema ONLINe per Email verfolgen oder meinen Twitter Blog Feed: @dresdenpower - Mitgestalten? Dann Dapema ONLINe bei Facebook beitreten.


Contaxe testen
Twitter Button from twitbuttons.com

Sonntag, 21. März 2010

Gartenbau-Ausstellung 1926 - Dresden-Postkarte KW 11/10

Heute wieder neu die "Dresden-Postkarte der Woche":

Der Große Garten wurde ab 1676 für den Kurprinzen und späteren Kurfürsten Johann Georg III. als Jagdgarten mit sternförmigem Wegenetz angelegt. Ab 1678 erbaute Oberlandbaumeister Johann Georg Starcke unter Koordination mit den Gartenplanungen durch Johann Friedrich Karcher das "Palais im Großen Garten". Um dieses Zentrum herum gestaltete Karcher den Großen Garten ab 1684 unter Johann Georg III. mit rechtwinkligem Wegenetz und Alleen in einen Lustgarten im Stil des französischen Barock um.

Dresden-Postkarte Kalenderwoche 11/10


Jubiläums-Gartenbau-Ausstellung Dresden 1926, Blick vom grünen Dach nach dem Rosenhof, Ausstellungs-Photograph Walther, Privatbesitz

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges fanden in den 1920er Jahren (Weimarer Republik) drei überregional ausgerichtete Gartenschauen – seinerzeit als Gartenbau-Ausstellungen bezeichnet – statt, mit zum Teil internationaler Beteiligung und überaus positiver Resonanz in der Öffentlichkeit:

  • 1926: Jubiläums-Gartenbau-Ausstellung in Dresden, anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Dresdner Gartenbaugesellschaft „Flora“ abgehalten und verbunden mit der Internationalen Kunstausstellung Dresden 1926 (5. Jahresschau Deutscher Arbeit)
  • 1927: Deutsche Gartenbau- und Schlesische Gewerbe-Ausstellung (GUGALI) in Liegnitz
  • 1929: Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung (GRUGA) in Essen

Die heutige Bundesgartenschau ist jedoch ein Kind der bundesrepublikanischen Nachkriegsgeschichte: 1949 fand in Landau in der Pfalz die Südwestdeutsche Gartenschau (SÜWEGA) statt, 1950 folgte Stuttgart mit der Deutschen Gartenschau, und 1951 schließlich gilt als das Jahr der ersten heutigen Bundesgartenschau. Von Mai bis Oktober 1952 fand allerdings noch eine schlicht gehaltene 2. Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung (Gruga) in Essen statt. Angesichts von Bundes- und Landesgartenschauen führte Essen dann keine Gruga mehr durch, veranstaltete dann allerdings 1965 eine BUGA. Mehr erfahren...

Wer keine Postkarte verpassen möchte, abonniert einfach meinen Blog über diese Links: Dapema ONLINe per Email verfolgen oder meinen Twitter Blog Feed: @dresdenpower - Mitgestalten? Dann Dapema ONLINe bei Facebook beitreten.


Contaxe testen
Twitter Button from twitbuttons.com

Mittwoch, 17. März 2010

Einzigartige Aktion: Ich fotografiere meine Follower

#ifmf - ein Twitter-Hashtag auf welches man achten sollte. Es beschreibt die neue Idee des TwitnRoll-Radio Gründers Stephan Böhlig, den meisten Twitterfreunden eher als @boehler bekannt.

Ähnlich wie Michaela von Aichberger aus Erlangen porträtiert Stephan seine Follower. Aber er zeichnet sie nicht, wie @frauenfuss, sondern er fotografiert sie. Die Idee hat sich mittlerweile zu einem echten Renner entwickelt. Ich selbst durfte diese Woche für ein "Shooting" vorbeischauen. Zwischen GrooveStation und treibhaus Galerie in der Dresdner Neustadt durfte ich ihn live am "Objekt" erleben. Besonders gefreut habe ich mich dabei über den netten Plausch, welcher sich nebenbei entwickelte. Jedes Gesicht ist einzigartig und genau das erkennt man in seinen Porträtfotos wieder. Seine Bilder sind sehr professionell, hat er doch jahrelange Erfahrungen in der Fotografenszene gesammelt. Bleibt noch die Frage, warum er das macht? - Zitat: "Weils mir Spaß macht."

Nicht unerwähnt bleiben sollte, das die Aktion "Ich fotografiere meine Follower" ein reines Hobbyprojekt ist, so wie viele andere Dinge die Stephan "nebenbei" macht. Will heißen, ich empfehle seine gute Arbeit auch gern für eine Hochzeit oder ein Firmenevent ;)

Screenshot: © 2010 by Ich fotografiere meine Follower / Stephan Böhlig - @pflugi_dd

Ähnliche Artikel:
28. Dezember 2009 - Warum brauche ich formspring.me?
26. Juli 2009 - Das reale Twitterleben
7. Juli 2009 - Twitpocalypse!

Passend natürlich meine heutige Blogempfehlung: Studiospielereien...

Contaxe testen
Twitter Button from twitbuttons.com

Sonntag, 14. März 2010

Hotel Bellevue Blasewitz 1913 - Dresden-Postkarte KW 10/10

Heute wieder neu die "Dresden-Postkarte der Woche":

Ja, es gab auch an anderer Stelle, wie heute, schon einmal ein Hotel Bellevue in Dresden. Neben Villen und Landhäusern entstand Ende des 19. Jahrhunderts unmittelbar am Elbufer das Hotel "Bellevue", welches jedoch 1945 den Bomben zum Opfer fiel.

Dresden-Postkarte Kalenderwoche 10/10


Hotel Bellevue Dresden-Blasewitz, 1913, Bes. Bruno Trobisch, Privatbesitz

Auf dem Grundstück wurde 1970/72 das architektonisch bemerkenswerte Ruderzentrum Blasewitz errichtet. Der von Ingo Schönrock und Ulrich Müther entworfene Stahlbeton-Schalenbau mit seinem charakteristischen Dach gehört zu den Höhepunkten der DDR-Architektur der 70er Jahre und dient bis heute als Trainingsstätte für Ruderer, Kanuten und Segler. 2005/06 wurde das Gebäude umfassend saniert. Mehr über den Stadtteil Blasewitz erfahren ...

Wer keine Postkarte verpassen möchte, abonniert einfach meinen Blog über diese Links: Dapema ONLINe per Email verfolgen oder meinen Twitter Blog Feed: @dresdenpower - Mitgestalten? Dann Dapema ONLINe bei Facebook beitreten.


Contaxe testen
Twitter Button from twitbuttons.com

Frühling im barocken Ursprung Dresdens

Blumen duften - Blumen blühen - Blumen beruhigen ... 

Ein berauschendes Blütenmeer inmitten barocker Skulpturen: Der "Dresdner Frühling im Palais" (verlängert bis 16. März 2010) hat auch 2010 seine Besucher begeistert und auf einzigartige Weise mit floralen Kunstwerken auf den bevorstehenden Frühling eingestimmt. 
Die Bilder der wunderschönen Farben und Blüten habe ich bei Facebook in dem Album "Frühling im barocken Ursprung Dresdens" veröffentlicht. Lasst Euch verzaubern ...


Ähnliche Artikel:
14. Februar 2010 - Liebe ist ... Valentinstag 2010
31. März 2009 - Stürmisches Dresden


Contaxe testen
Twitter Button from twitbuttons.com

Donnerstag, 11. März 2010

Märztage an einer Dresdner Brückenbaustelle

Dresden - Wir bauen eine Brücke. Wie bekannt halte ich mich ja im allgemeinen aus politischen Diskussionen im Hinblick auf unsere wachsende Waldschlösschenbrücke und die vom permanenten Aussterben bedrohte Hufeisennase heraus. Aber ich halte den Baufortschritt in unregelmäßigen Abständen für mein Bilderarchiv fest.
Bei diesmal sonnigen und kaltem Märzwetter habe ich mal wieder die Baustelle besucht. Mittlerweile ist der riesige Stahlbogen fast komplett verschweißt. Die Bilder sind wieder in folgendem Fotoalbum abgelegt: Dresden - Wir bauen eine Brücke Das Album ist auch in der Sidebar zu finden. Ein paar ausgewählte Bilder:




Bilder verpasst? Einfach meinen Blog über diesen Link abonnieren: Dapema ONLINe per Email verfolgen oder meinen Twitter Blog Feed verfolgen: @dresdenpower - Mitgestalten? Dann Dapema ONLINe bei Facebook beitreten.

Ähnliche Artikel:
01. Oktober 2009 - Neue Bilder von einer Dresdner Brückenbaustelle
05. September 2009 - Braucht Dresden einen Supertunnel?
18. August 2009 - Wann bricht unser Blaues Wunder zusammen?


Contaxe testen
Twitter Button from twitbuttons.com

Sonntag, 7. März 2010

Lungen-Operation rettet Roland Kaiser das Leben

Roland Kaiser hat diese Woche die schwersten Stunden seines Lebens überstanden. Nachdem er kurzfristig die Live-Bühne verlassen musste und alle Konzerte absagte, hat er sich einer Lungentransplantation unterzogen, welche durch seine Krankheit offenbar unumgänglich war.
Wie op-online.de berichtet ist "... die Operation prima verlaufen, die Werte sind tadellos, und wie es aussieht, nimmt sein Körper das neue Organ an ...". Das lässt zumindest hoffen, das uns Roland mit seiner Musik noch lange erhalten bleibt. Im Februar berichtete er auf seiner offiziellen Homepage, das das Abschiedskonzert in Dresden in Planung sei und im 2. Halbjahr liegen wird. Zitat: "... Roland Kaiser und das Management haben zusammen mit Ihrem Konzertveranstalter Semmel Concerts entschieden, das genaue Datum und die Inhalte der angekündigten Roland Kaiser-Abschiedsparty in Dresden erst später bekannt zu geben...".

Wünschen wir ihm erst mal beste Erholung und Gesundheit und eine erfolgreiche Reha.

Ähnliche Artikel:
30. Januar 2010 - Roland Kaiser muss Live-Bühne verlassen
04. Januar 2010 - Da kommt was auf uns zu ... "Kaiser Mania" 2010 in Dresden


Contaxe testen
Twitter Button from twitbuttons.com

Palais im Großen Garten 1920 - Dresden-Postkarte KW 09/10

Heute wieder neu die "Dresden-Postkarte der Woche", passend zur Blumen- und Floristikausstellung "Dresdner Frühling im Palais":

Das Palais im Großen Garten, auch bezeichnet als Sommer- oder Gartenpalais, ist ein barockes Lustschloss in Dresden. Es befindet sich im Großen Garten, einer weitläufigen Grünanlage am Rande des Stadtzentrums.

Dresden-Postkarte Kalenderwoche 09/10


Dresden, Palais im Großen Garten, ca. 1920, Ottmar Zieher München, Privatbesitz

Die angloamerikanischen Luftangriffe auf Dresden zerstörten das Palais kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs im Februar 1945. Dadurch gingen die Inneneinrichtung, beispielsweise Stuck und Mobiliar, sowie die nicht ausgelagerten Bestände des Museums des Altertumsvereins fast komplett verloren. Sämtliche Dächer und Geschossdecken wurden zerstört und weite Teile der Fassaden, insbesondere im Bereich des südlichen Gebäudeflügels, schwer beschädigt. Sprengbomben beeinträchtigten zudem sehr stark die Statik des Bauwerks.

Bereits 1946 begannen Sicherungsmaßnahmen am Mauerwerk zur Erhaltung des Palais und 1954 der allmähliche Wiederaufbau. Im Jahre 1964 wurde das Dach mit einer interimsmäßigen Stahlkonstruktion gedeckt, so dass 1965 der übrig gebliebene Stuck gesichert werden konnte. Um 1969 war das Palais äußerlich weitgehend wiederhergestellt, wurde aber in den 1970er und 1980er Jahren kaum genutzt. Von 1968 bis 1974 wurde eine schmale Achse im Festsaal probeweise restauriert. Zwischen 1978 und 1984 befand sich für den Wiederaufbau der Semperoper im Palais ein Atelier, in dem unter anderem der Bühnenvorhang des Opernhauses gemalt wurde. Die Fertigstellung des Dachs erfolgte 1993, ein Jahr zuvor wurde der Deckenstuck im Erdgeschoss vollendet. Am 1. August desselben Jahres gründete sich der Staatsbetrieb Schlösser und Gärten Dresden, womit die Verwaltung von Garten und Palais von der Stadt Dresden auf den Freistaat Sachsen überging. Unter dessen Regie erfolgten in den 1990er Jahren umfassende Sanierungen am Äußeren des Gebäudes. Da dabei neben alten auch neue Mauerteile verwendet wurden, zeigt sich wie die Dresdner Frauenkirche auch die Palaisfassade als Mosaik heller und dunkler Steine.

Wer keine Postkarte verpassen möchte, abonniert einfach meinen Blog über diese Links: Dapema ONLINe per Email verfolgen oder meinen Twitter Blog Feed: @dresdenpower - Mitgestalten? Dann Dapema ONLINe bei Facebook beitreten.


Contaxe testen
Twitter Button from twitbuttons.com