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Mittwoch, 4. März 2015

OB-Kandidat möchte aus Dresden Millionenstadt machen

Am 07. Juni 2015 findet in Dresden die Oberbürgermeisterwahl statt. Seit dem 27. Februar bis zum 11. Mai 2015 können Parteien, Wählervereinigungen und Einzelbewerber ihre Wahlvorschläge einreichen. Mittlerweile stellen sich 8 Kandidaten zur Wahl. Darunter bekannte Gesichter wie Sachsens Innenminister Markus Ulbig oder Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert. Wählbar sind übrigens Deutsche im Sinne des Artikels 116 Grundgesetz und Staatsangehörige anderer Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und die allgemeinen persönlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllen. Somit finden sich unter den Kandidaten wie üblich auch ein paar Außenseiter, natürlich rein subjektiv gesehen. So zum Beispiel die Drag Queen & DJane Lara Liqueur, der Rapper Tanne M. C. oder Ronny Winkler.

Vor dem Wahlgang sollte man sich ein Urteil bilden und alle Kandidaten näher ansehen. Die OB-Kandidatur von Ronny Winkler wurde mir erst heute durch das soziale Netzwerk bekannt. Es lohnt sich durchaus seine Kandidatur näher betrachten.

Laut seinem Internet-Auftritt möchte sich der gelernte Maler/Lackierer, welcher mehr als 10 Jahre selbständig im Baugewerbe tätig ist, bürgernah und kompetent für Dresden einsetzen. Der Linken-Ortsbeirat geht als unabhängiger Kandidat ins Rennen und sitzt im Ortsbeirat Pieschen. Laut seiner Aussage wird er "ein stets arbeitender OB sein und die Bürgerinnen und Bürger werde(n) öfter zu später Stunde noch Licht im Rathaus sehen". "Wer mich wählt wird einen OB wählen der selten auf Bällen oder Empfängen ist." ...

Er möchte sich u. a. mit dem Thema Stadtentwicklung auseinander setzen und der Anblick des Postplatzes macht ihn "sauer". (Anm. mich auch, aber das alte Telekom-Gebäude muss weg!). "Das einst so schöne Angesicht des Platzes ist längst zerstört." (Anm. Stimmt!) Herr Winkler stellt in seiner Positionierung zur Wirtschaft fest "das der Mittelstand in Dresden vom Schicksal schwer gebeutelt ist, weshalb Änderungen in der Vergabe von öffentlichen Aufträgen notwendig sind." "Es interessiert nicht was einzelne Parteien für Ideale haben sondern die Notwendigkeit." ...

Dabei zum Thema Asylpolitik weiter: "Die Aufnahme von Asylanten steigert die Kaufkraft in Dresden und stärkt somit die Wirtschaft." "Bestes Beispiel hierfür ist die Stadt Goslar, welche 500.000 Asylsuchende aufnimmt ohne Wenn und Aber obwohl sie es nicht müssen." (Anm. Einwohner Goslar 50.681 (Stand 31. Dez. 2013). Goslar würde somit 10 Asylsuchende pro Einwohner aufnehmen, Respekt. Wenn wir das in Dresden umsetzen würden, wären wir mit ca. 5,3 Millionen Einwohner auf einen Schlag die größte Stadt Deutschlands und würden uns hinter London und vor St. Petersburg auf Platz 4 der größten Städte Europas einreihen. Ich bin "begeistert", denn wenn ihm möglicherweise nur ein Punkt verrutscht wäre, würden wir uns, im Verhältnis zu Goslar gesehen, immer noch weit vor Frankfurt/M wieder finden und mit etwas Glück die Stadt Köln von Platz 4 verdrängen. Da rücken seine weiteren Forderungen wie die Bekämpfung der Kindesarmut mit warmer Mittagsverpflegung in Kitas, Schulen und Hort oder die Sanierung des "Kulturdenkmals in Dresden Pieschen Namens Sachsenbad" in den Hintergrund. (Anm. müssen sie ja auch, denn wer soll das bezahlen?)

Screenshot Internet-Auftritt OB-Kandidat Winkler
Screenshot Internet-Auftritt OB-Kandidat Winkler

Außerdem stellt Herr Winkler fest, dass "die Lebensweise unserer Stadt ein hartes Brot ist". (Anm. Le­bens­wei­se, die; Wortart: Substantiv, feminin; Bedeutung: Art und Weise, wie jemand (im Hinblick auf Ernährung, Bewegung, Gesundheit) sein Leben verbringt) und "Familien in Brennpunktbezirke wie Strehlen, Prohlis, Gorbitz und Reick abgeschoben werden. Besonders Friedrichstadt und Strehlen sowie Teile Reick´s (nähe ODC) sind in einem desolaten Zustand. Als OB würde ich die Gründung einer Städtischen Wohnungsbaugesellschaft vorantreiben um jedem Bürger die Möglichkeit der Wahl seines Wohnumfeldes zu geben." (Anm. zum Glück erwähnt er nicht Großzschachwitz und Leuben, da bin ich aufgewachsen). "Doch auch Genossenschaften u.a. haben unverschämt hohe (M)mieten oder verlangen hor(r)ente Anteile welche keineswegs gerechtfertigt sind." (Anm. also ich habe viele Jahre in einer Wohnung der WG Aufbau gewohnt und habe keinen Kritikpunkt gefunden).

Zur Thematik Beamte/Polizeibeamte stellt Herr Winkler fest: "Aber auch das Ausleben von Neigungen im Staatsdienst muss Einhalt geboten werden. So werden Beamte aus dem Staatsdienst entfernt bei Begehung von Straftaten im Dienst. Insbesondere gilt dies bei Verstößen gegen die Menschlichkeit/Menschenrechte. Polizeibeamte welche im Dienst ihren der Gesellschaft verpflichtenden Eid durch ausleben von Verfassungsfeindlichen Einstellungen nachgeben, werden aus dem Dienst entfernt." (?) In Bezug auf den sozialen Wohnungsbau (oder was auch immer) stellt er weiterhin fest: "Ich bin natürlich neu auf dem Gebiet des Oberbürgermeisters, aber gegenüber der Schlafmützigkeit der bisherigen Landesregierung wird meine Arbeit zu spüren sein." (?)

Abschließend formuliert er folgendes Statement: "Ich werde nicht versprechen das sich alles sofort ändert aber es gelte das Versprechen das ich alles tun werde und mein bestes gebe(n)." Das ist sehr schade. Wäre doch genau dieses Versprechen das Wichtigste gewesen. Denn dies würde die Finanzierungsfrage der Forderungen, Ideen und Pläne glatt in den Hintergrund stellen.

PS: Am 20. November 2014 teilte Herr Winkler mit Start seiner Facebook-Seite mit: "Da die Webseite nun erstellt wurde und Online gestellt ist, leider noch mit kleinen Mängeln die demnächst behoben werden, erfahren sie alles wissenswerte zu meiner Person und dem Wahlprogramm." Da bin ich ja froh.

Natürlich wie immer alles rein subjektiv betrachtet.

PSS: Für Rechtschreibung und Grammatik innerhalb der signum citationis kann keine Gewähr übernommen werden.

Empfehlung: Möglicherweise objektiv gut informiert und vorbereitet auf die #OBWDD seid ihr bei Dresden wählt und bei Twitter.

Reaktionen: OB-Kandidat Ronny Winkler in der Kritik bei dresdenwaehlt.de

Quellen: dresden.de, radiodresden.de, ob-winkler.de, dresdenwaehlt.de, Facebook, Twitter


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