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Donnerstag, 19. Februar 2015

Wer ist eigentlich Dresden Nazifrei?

Der 13. Februar 2015, als 70. Jahrestag der Bombardierung Dresdens, ist vorbei. Wie ich, diesmal aus der Ferne, beobachten konnte, ist dieser Jahrestag friedlich in Dresden begangen wurden. Darüber freue ich mich. Ebenfalls bin ich froh darüber, dass dieser Gedenktag von extremistischen Gruppierungen immer weniger missbraucht wird. Nach eigenen Angaben hat insbesondere die Vereinigung/das Bündnis Dresden Nazifrei einen entscheidenden Anteil daran. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Es ist fraglich ob deren Arbeitsweisen mit demokratischen Ansichten vereinbar sind.

Grundsätzlich beschäftige ich mich öffentlich nicht oder selten mit politischen Themen. An dieser Stelle mache ich eine Ausnahme. Der Grund: Ein Interview des (offensichtlichen, dies lässt sich nicht genau verifizieren) Sprechers von Dresden Nazifrei Silvio Lang in der Online-Ausgabe der DNN vom 18.02.2015 (vgl. Weg vom Bohei: Dresden-Nazifrei-Sprecher zieht Bilanz zum Wochenende des 13. Februars). In diesem Interview heißt es auf die Frage der DNN "Sie sprechen den Erinnerungsdiskurs an, wie soll Dresden künftig mit dem Datum 13. Februar umgehen?" Antwort Lang: "Das Problem ist, dass es überhaupt noch ein Umgehen mit diesem Tag gibt. Wir wünschen uns, dass Dresden davon weggeht, aus dem 13. Februar einen besonderen Tag zu machen und ihn mit viel Bohei zu begehen. [...] Die Bombardierung Dresdens war kein singuläres Ereignis, das man besonders herausheben muss, noch sollte man sie glorifizieren oder den Opfermythos weiter herausheben." Könnte genau dieses Statement der Grund dafür sein, warum OB Orosz und die AG 13. Februar nicht oder nicht mehr mit Dresden Nazifrei spricht? (vgl. Interview DNN, Antwort Lang: "[...] Anders als in den letzten Jahren gab es keine Gespräche mit der AG 13. Februar, weil es nichts Neues zu besprechen gibt und es auch keine neue Positionierung seitens der AG 13. Februar gab. Wir sind aber auch nicht gefragt worden. [...]")

Samstag, 7. Februar 2015

Dresden bekennt Farbe ... Bloggedanken zum 13. Februar 2015

Menschenkette am 13. Februar 2015
Menschenkette am 13. Februar 2015
70 Jahre nach dem Bombenangriff werden zum Gedenken am 13. Februar um 21:45 Uhr wieder alle Kirchenglocken der Stadt läuten. Wer meinen Blog schon ein paar Jahre liest, weiß das mir das stille Gedenken am Herzen liegt und daher auch immer ein Blogartikel zu diesem Tag von mir veröffentlicht wird. Mein Beitrag gegen das Vergessen. Diesmal möchte ich meinen Artikel mit folgendem Zitat einleiten:

"Am 13. Februar 1945 - wenige Wochen vor Ende des bereits entschiedenen Krieges - legten Luftangriffe auch die Dresdner Frauenkirche in Trümmer. Jahrzehntelang war diese Ruine Anklage und Mahnmal für alle friedliebenden Menschen. In der schweren Zeit politischer Bedrückung und weltweiter Hochrüstung haben junge Menschen immer wieder brennende Kerzen auf die Ruine gestellt. In gewaltlosem Protest wollten sie Hoffnungszeichen setzen für eine Zeit des Friedens, der Gerechtigkeit und der Bewahrung des Lebens. Doch der weitere Verfall der Ruine ist nicht aufzuhalten. Ihre Sicherung und Erhaltung würde umfangreiche bauliche und finanzielle Anstrengungen erfordern."
... aus der Ruf aus Dresden, den der Pfarrer Karl-Ludwig Hoch formulierte. Der Aufruf ging am 12. Februar 1990 in die Welt. (ganzer Wortlaut)

Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnachten in der Frauenkirche 2014

Weihnachten steht vor der Tür. Die geschmückten Fenster und Weihnachtsmärkte kündigen es an. In dieser Zeit macht mir die Post der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V. immer viel Freude. In diesem Förderverein bin ich seit vielen Jahren Mitglied um damals den Wiederaufbau zu unterstützen und heute den Erhalt der Frauenkirche Dresden, welche mir nach wie vor besonders am Herzen liegt. Der Förderverein verschickt jedes Jahr eine Postkarte, welche es nicht im Handel zu kaufen gibt. Ein Dankeschön an Ihre Fördermitglieder. Die diesjährige Postkarte finde ich wieder sehr gelungen, sie zeigt den Christbaum vor dem Altar der Frauenkirche.

Dresden-Postkarte Kalenderwoche 52/14

Christbaum und Altar in der Dresdner Frauenkirche
Christbaum und Altar in der Dresdner Frauenkirche, Foto: Prof. Jörg Schöner, Dresden, Druck: Saxoprint

Dienstag, 23. September 2014

Nu gugge ma - 1. Sächsisches Mundart-Theater eröffnet in Dresden

Ensemble Es bleibt in der Familie
Ensemble Es bleibt in der Familie, Bild: Fotograf Thomas Koch
Der sächsische Dialekt ist vom Aussterben bedroht. Das wissen wir nicht erst seit der Gründung der Ilse-Bähnert-Stiftung von Tom Pauls, welche sich die Pflege der sächsischen Kultur und Sprache als Aufgabe gemacht hat. Tom Pauls sagt zum Sächsisch: "Es ist ein Dialekt, aber vor allem eine Weltanschauung" *.

So sehe ich das auch. Ich liebe mein, unser Sächsisch. Um so erfreuter war ich über den heutigen Tipp aus dem Bekanntenkreis. Am 02. Oktober 2014 startet die erste Spielzeit der Sächsischen Volksbühne im Centrum Theater in der Centrum Galerie Dresden. Die Macher begründen ihr Engagement mit: "In der Theaterstadt Dresden fehlte bis heute das "Mundart-Theater" mit Witz und Stil. Diese Lücke wird nun durch die Sächsische Volksbühne geschlossen." Mit Schwanks, Komödien und Musicals wird die Geschichte und die Geschichten der Sachsen erzählt, von Sachsen und mit den Sachsen. Und das natürlich in "gepflägtem Säggs´sch".