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Sonntag, 5. April 2009

Helbigs Etablissement - Die Dresden-Postkarte der Woche KW 14/09

Fast vergessen - Heute wieder neu! Die "Dresden-Postkarte der Woche":

Wie immer ist die heutige Postkarte vor 1945, also zu Zeiten als Dresden noch unzerstört war. Wo gibt es den idealen Ort in Dresden, an dem der Besucher die schönsten Bauwerke der Musenstadt, die Semperoper oder die Brühlsche Terrasse, direkt vor Augen hat? Sie finden ihn mit dem Italienischen Dörfchen am Theaterplatz. Dabei sollten Sie sich nicht irritieren lassen, wenn Sie hier weder ein Dörfchen noch ein spezifisch italienisches Haus sehen – dafür ein schönes, in Anlehnung an die Dresdner Barocktradition errichtetes Bauwerk, bei dem es sich nach den Worten seines Begründers Hans Erlwein "nicht um ein Schloss und nicht um ein gewöhnliches Restaurant handelte". Die Aufgabe war, eine Gastwirtschaft einzurichten, freilich eine solche an einer der schönsten Stellen Deutschlands. So geschehen in den Jahren 1911 bis 1913.

Dresden-Postkarte Kalenderwoche 14/09


Dresden, Helbigs Etablissement (Italienisches Dörfchen) 1900 - Dresdner Kunstanstalt vorm. Moritz Zobel Act. Ges., Privatbesitz

Die kleine semantische Irreführung lässt sich historisch leicht auflösen. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden an diesem Ort im Zusammenhang mit dem Bau der Hofkirche provisorische Wohnbauten aus Fachwerk für die vielen Bauhandwerker angelegt, die zum größten Teil aus Italien gekommen waren. Somit gaben diese als erste Bewohner dem Areal seinen Namen. In den Folgejahren wechselten Abriss, Neu- und Umbau; im vorigen Jahrhundert entstand Helbigs Etablissement, ein langgestreckter Bau, dessen Terrassen unmittelbar über der Elbe hingen und der ein beliebter Treffpunkt der Dresdner war. Schließlich folgte Anfang dieses Jahrhunderts der Bau des Italienischen Dörfchens nach Plänen von Professor Hans Erlwein, von 1905 an Stadtbaurat in Dresden.
Aber vielleicht braucht man den kleinen Exkurs für die Rechtfertigung des Namens gar nicht zu bemühen. Wenn der große deutsche Philosoph Johann Gottfried Herder Dresden zu Recht als "Elbflorenz" bezeichnete, warum sollte nicht auch das Erlweinhaus mit italienischem Prädikat versehen werden, zumal im November 1998 auch ein Ristorante Bellotto im Hause eröffnet wurde. In Dresden mutet vieles mediterran an – vergleichbar mit der landschaftlichen, architektonischen und höfischen Pracht italienischer Barockstädte... weiterlesen bei historische-gasthöfe.de

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